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Nachhaltige Möbel: Ekomia-Gründer Katia und Rolf im Mini-Interview

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INTERVIEW. Für gewöhnlich berichte ich an dieser Stelle ja über faire Mode – ein Gebiet, auf dem es mittlerweile (zum Glück!) auch genügend tolle Marken und Menschen gibt, denen ich gern einen Raum für ihre Kreationen und Gedanken biete. Ein Bereich, in dem ich die Suche nach nachhaltigen Alternativen oft viel schwieriger und frustrierender finde, ist Einrichtung. Wenn man jahrelang so wie ich immer nur bis zum nächsten IKEA gedacht hat, guckt man plötzlich ziemlich schief drein, wenn man mal kein Billy-Regal mehr möchte. Ekomia-Gründer Katia und Rolf hatten vor rund zwei Jahren anscheinend den selben Gedanken und haben sich der Sache angenommen. Im Mini-Interview stehen sie Rede und Antwort zu ihrem tollen Konzept.

 

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Wie ist die Idee zu Ekomia entstanden?

Wie so oft kam die initiale Idee aus einem eigenen Bedürfnis heraus. Wir haben schöne, ökologische (und bezahlbare!) Möbel gesucht, aber kaum etwas gefunden. Ursprünglich wollten wir eigentlich ökologische Möbel von anderen Herstellern verkaufen, allerdings haben wir dann keine ansprechenden Produkte gefunden, die wirklich nachhaltig produziert wurden und entschieden, es einfach selbst zu machen.

 

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Ihr stellt selbst Möbel her, bietet aber auch DIY-Anleitungen an. Wie kommt ihr zu diesem ungewöhnlichen Konzept?

Uns ist es sehr wichtig, dass wir unsere Produkte allen Menschen zugänglich machen. Wir wollten auf keinen Fall eine Premium Marke werden, die sich nur ein kleiner Teil der Bevölkerung leisten kann. Wir versuchen unsere Massivholz-Möbel schon preisgünstig anzubieten und schaffen das auch, dadurch dass wir die Möbel direkt vertreiben und einen minimalistischen Design Ansatz haben, der einfacher herzustellen ist. Trotzdem versuchen wir auch immer DIY-Varianten unserer Möbel anzubieten – für Leute, die sich gerade kein neues Möbel leisten können oder wollen.

 

Woher kommen eure Rohstoffe und wo werden die Möbel produziert?

Wir lassen unsere Möbel in Polen herstellen. Dort gibt es viel Know-How was die Massivholz-Verarbeitung angeht und die Klimabilanz für den Transport ist auch vertretbar. Wir haben dort eine Manufaktur in Familienbesitz gefunden, mit der wir sehr eng und gut zusammenarbeiten. Das Holz wird auch in Polen in der der Nähe der Manufaktur gewonnen und ist FSC zertifiziert.

 

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Was ist euch wichtig, wenn ihr ein neues Möbelstück entwerft?

Dass wir ökologisch arbeiten, ist sozusagen Grundvoraussetzung. Da primäre Ziel ist es aber, ein außergewöhnliches und natürliches Design zu schaffen. Wir achten dabei darauf, dass das Möbel den Menschen optimal in seinem Leben unterstützt, im besten Falle auch für verschiedene Anwendungsbereiche oder Lebensabschnitte geeignet ist – also multifunktional ist. Ein erschwinglicher Preis muss am Ende auch dabei herauskommen. Wir würden kein Design produzieren, dass am Ende niemand mehr bezahlen kann. Das geht auch anders.

 

Welche eurer Möbel habt ihr denn selbst Zuhause stehen – oder sind es vielleicht sogar alle?

Alle bekommen wir nicht mehr rein 😉 Wir schlafen aber in dem ersten Prototypen des Betts Luke und haben auch unseren Tisch Stemke und das Regal Alma zu Hause. Wir wollen auch schauen, wie es sich mit den Möbeln lebt und was man noch verbessern könnten. Aufgrund von unseren Erfahrungen und Kundenfeedback kommt z.B. bald schon die dritte Version unseres Betts Luke mit vielen Verbesserungen heraus.

 

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Mich haben Rolf und Katia von Ekomia schon lange mit ihren nordisch-schlichten Designs überzeugt – die Walden Kleiderstange wartet schon darauf, fertig gebastelt zu werden und auch ans Regal Alma habe ich ein bisschen mein Herz verloren 😉 Geht’s euch auch so? Dann schaut doch mal bei Ekomia vorbei und werdet Freunde auf Facebook 🙂

Fotos: ekomia

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