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Fair Fashion Labels: Marin et Marine

FAIR LABELS. Marin et Marine, das sind die Zwillinge Valérie und Caroline, die sich mit ihrem kleinen Rucksacklabel einen Traum verwirklicht haben. Vor genau zwei Jahren riefen sie ihr Projekt ins Leben und verschönern seitdem immer mehr Rücken mit ihren farbenfrohen Designs. Ich habe die beiden in ihrem Berliner Atelier am Südkreuz besucht.

Das schöne Backsteingebäude, in dem Valérie und Caroline täglich die Köpfe zusammenstecken und neue Ideen aushecken, hat ordentlich Charme. Passt zu den Zwillingen, die mich lächelnd begrüßen und Saft und Kekse zum Gespräch an einer langen Holztafel reichen. Der Stil der beiden verrät ihren guten Geschmack: Valérie trägt einen strahlend blauen Strickpullover, Caroline ein gestreiftes Shirt zu rotem Lippenstift. Dass die beiden französische Wurzeln haben, braucht man da wohl nicht mehr zu erwähnen…

 

Wie seid ihr auf die Idee zu Marin et Marine gekommen?

Caroline: Ursprünglich kommen wir aus verschiedenen Bereichen – ich habe Grafikdesign studiert, Valérie ist gelernte Produktdesignerin und hat vor allem Möbel gestaltet. Als wir vor zwei Jahren unsere Schwester in Thailand besuchen wollten, fehlte ein praktischer Rucksack. Was ganz Einfaches und ohne viel Schnickschnack. Da habe ich einfach selbst einen gemacht. Das Design hat übrigens Tradition in unserer Familie: Unsere Mutter hat gerne mit uns genäht und da unsere Großeltern Franzosen sind, gehörte der Seesack irgendwie schon immer dazu.

 

Im Prinzip ist die Grundlage für eure Seesäcke immer die gleiche. Welche Ansprüche habt ihr an dieses Design?

Valérie: Es soll vor allem ein simples, zeitloses Produkt sein, ohne die ganzen Nieten und Schnallen, die man sonst überall sieht. Viel wichtiger sind uns die verschiedenen Farben, deren Auswahl uns ganz besonders am Herzen lag. Am Anfang haben wir übrigens noch selbst in der Badewanne gefärbt – es gab einfach keinen Stoff, der uns gut genug gefallen hat. Unsere Stoffrucksäcke sind außerdem maschinenwaschbar. So hat man länger Freude an ihnen.

 

Früher habt ihr also noch alles allein gemacht… Wo werden eure Produkte denn jetzt hergestellt?

Caroline: Wir arbeiten mit einer kleinen Manufaktur im Berliner Umland zusammen, wo die Säcke genäht werden. Die letzten Arbeitsschritte machen wir dann hier selbst. Auch unsere Materialien kommen aus Deutschland und Europa – nicht wegen des Stempels, sondern eher wegen der Qualität, die wirklich bedeutend besser ist.

 

Woran habt ihr gemerkt, dass euer Seesack gut ankommt?

Caroline: Zuerst haben nur Freunde unsere Seesäcke gekauft, dass jemand anders sie haben wollen würde, kam uns nicht in den Sinn. Trotzdem haben wir einen Onlineshop gestartet und waren überwältigt von der Resonanz.

 

Und wo kauft ihr selbst gern ein?

Valérie: Das ist ganz unterschiedlich: Eigentlich kombinieren wir am liebsten Neues mit getragenen Stück vom Flohmarkt oder aus Second-Hand-Läden. Eine Freundin von uns ist die Gründerin von yay-shop.com, einer Online-Vintage-Boutique. Da stöbern wir auch gern.

 

Welche sind eure persönlichen Lieblingsmodelle von Marin et Marine und warum?

Valérie: Ich liebe den Sac Marin Peach – dass dieser Ton in der Kollektion ist, war mir besonders wichtig. Davon werde ich nämlich auch in Geschäften wie magisch angezogen, mein Kleiderschrank ist voll davon.

Caroline: Ich würde sagen, dass der Sac Marin Cuir Noir mein Favorit ist: Das Leder ist super robust und schmutzresistent, außerdem ist es kein Problem, wenn’s mal regnet.

 

 

Ein großes Dankeschön geht an Valérie und Caroline dafür, dass sie sich so viel Zeit für mich und meine Fragen genommen haben! Wer auch gern so einen schicken Seesack sein Eigen nennen möchte, kann sich im Shop der beiden umschauen und wird bei den vielen Größen und Farben sicher fündig 🙂 Ich habe mir natürlich auch gleich einen mitgenommen – welcher das ist, seht ihr demnächst auf dem Blog 😉

P.S.: Natürlich ist auch der Instagram-Account der beiden ist sehr sehenswert 😉

 

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