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DIY Bralette: Wie ich ein Bustier aus einer Sporthose genäht habe

Bereits seit einiger Zeit war ich auf der Suche nach einer (oder einem?) hübschen Bralette. Ihr wisst schon: so ein BH ohne Bügel, der richtig schön bequem ist. Nachdem einige Kaufversuche an schlechtem Sitz scheiterten, beschloss ich, mich einfach mal selbst ans Werk zu machen – sollte ja eigentlich nicht so schwierig sein. Nach einem kurzen Blick in meinen Kleiderschrank fielen mir auch noch eine ältere Sporthose aus Baumwolle und ein Top mit verstellbaren Trägern ins Auge, die ich nicht mehr so gern trug und die sich bestens als Grundlage für mein Projekt machten.

Mein selbstgenähtes Bustier sollte aber nicht nur funktional, sondern auch hübsch sein, deshalb entschied ich mich bei meinem Ausflug in den Bastelstore dazu, noch etwas Spitze zum Verzieren mitzunehmen. Außerdem kamen elastisches Schrägband und ein Bikini-Verschluss in den Einkaufskorb. Trotz einiger kleiner Hindernisse beim Nähen bin ich seeeeehr zufrieden mit meinem Ergebnis und spiele mit dem Gedanken meine DIY-Bralette Kollektion sogar noch um ein Stück zu erweitern. Falls ihr euch auch gern an ein kleines Nähprojekt setzen möchtet, teile ich mein Wissen gern unten mit euch 😉

 

bralette-diy-selbstgemacht

Bustier-DIY: Das brauchst du

Diese Dinge solltest du da haben, um dein eigenes Bustier zu nähen:

  • ein etwa 40×60 cm großes Stück Baumwoll-Jersey für die Cups. Es sollte sich um leicht elastisches, etwas dickeres Material handeln.
  • ein ca. 10 cm breites elastisches Band (am besten nimmst du das gleiche Material aus dem auch die Cups werden) die Länge kannst du selbst ausmessen, indem du das Band einmal unter der Brust entlanglegst und es etwas ziehst, sodass es später genug Halt bietet
  • einen BH- oder Bikiniverschluss
  • ca. 120 cm elastisches Schrägband
  • Spitzenband zum Verzieren nach Belieben
  • verstellbare BH-Träger mit einem Ring oben

 

Bralette selbstnähen: So geht’s

Die Herstellung selbst ist eigentlich relativ simpel, wenn man denn das passende Schnittmuster für das DIY-Bustier hat. Ich habe selbst eins angefertigt, du kannst es hier runterladen und auf A4 ausdrucken.* Da es sich um elastischen Stoff handelt, habe ich alle Nähte meines Bustiers mit dem kleinsten Zickzack-Stich meiner Nähmaschine genäht.

  1. Zuerst werden die Cups zurechtgeschnitten. Da die Bralette hinterher gefüttert sein soll, brauchst du die Teile A und B aus dem Schnittmuster jeweils vier mal.
  2. Nähe die Teile A und B an der ründlichen Kante mit einem kleinen Zickzack-Stich aufeinander – du solltest am Ende vier einzelne „Cups“ haben.
  3. Lege nun jeweils zwei der entstandenen Cup-Teile mit der Nahtseite aufeinander, sodass die „schöne“ Seite sowohl am späteren Außen- als auch Innenteil zu sehen ist. Stecke die Teile ordentlich aufeinander fest, die Seitenränder sollten gleichmäßig aufeinander liegen.
  4. Nähe nun das Schrägband entlang der Seite A fest, wiederhole den Vorgang an Seite B, lasse es aber am oberen Ende ca. 20 cm länger, sodass ein Träger entsteht.
  5. Jetzt kommt das Unterbrustband: Suche dir den Mittelpunkt des Bandes und stecke links und rechts davon die Cups fest. Klappe das Band ein und nähe einmal am Rand entlang. An die beiden Enden des Bandes kannst du nun deinen Verschluss nähen.
  6. Nähe die Träger fest. Mein Bustier ist am Rücken gekreuzt und hat verstellbare elastische Träger – du kannst die Träger natürlich auch ganz normal anbringen 😉
  7. (Optional) Verziere deine Bralette mit Spitze. Ich habe oben an die Cups kleine Spitzenschleifchen genäht und das Brustband mit Spitzenband verziert. Damit das Band weiterhin elastisch bleibt, habe ich die Spitze nur vorn angenäht.

*Das Schnittmuster eignet sich für Cup C-D. Für kleinere Cups schneidest du am besten etwas von der geraden Seitenlinie ab. Kontrolliere das entstandene Schnittmuster vor dem Nähen am besten an einem Bikini.

 

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Viel Spaß beim Nähen deiner eigenen Bralette!

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