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#148 // Vegan Fashion Week

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OUTFIT. Vegan – wohl kaum ein anderes Schlagwort konnte in den letzten zwei Jahren derartig gegensätzliche Gefühlsregungen auslösen. Während sowohl auf der einen, als auch auf der anderen Seite oftmals oberflächliche Toleranz zur Schau getragen wird, enden tiefergehende Diskussionen zum Thema nicht selten in hässlichen Grabenkämpfen, bei denen jede Seite bereit ist, ihre Ernährungsideologie bis aufs sprichwörtliche Messer zu verteidigen. Deshalb wird das Thema mittlerweile sowohl beim Lunch mit den Kollegen, als auch beim Weihnachtsessen mit den Großeltern weitestgehend durch geschickte Ablenkungsmanöver umschifft. Ja, die Veganismus-Diskussion ist und bleibt eine schwierige. Das finde auch ich.

Deshalb ist die Vegan Fashion Week, die ich gemeinsam mit Anna von Kunstkinder Mag, Bina von Stryletz, Vreni von Jaeckle & Hoesle, Mari von Mari Dalor, Anni von Fashionfika und Mia von heylilahey gestartet habe, auch eine kleine (aber sehr willkommene) Herausforderung für mich. Jeden Tag gibt’s einen neuen veganen Look zu sehen und damit ein paar Ideen, wie man sich chic und tierfreundlich kleiden kann. Anna hat gestern den Start gemacht, heute bin ich dran 🙂

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Als es an die Planung meines Looks ging, stieg in mir kurzzeitig Panik auf: Ich habe bis jetzt beim Kleiderkauf zwar auf faire Produktion und nachhaltige Materialien geachtet, vegan musste es deshalb aber nicht unbedingt sein. Nachdem ich meine Lackboots als passendes (lederfreies) Schuhwerk auserkoren hatte, musste das Restoutfit her – das Weglassen von Wolle ist gerade jetzt nicht ganz so einfach. Am Ende fiel meine Wahl dann auf das Streifenkleid von People Tree, den ewig-alten (aber trotzdem sehr geliebten) Parka, einen ebenso betagten Schal und meinen Marin et Marine Rucksack, der mittlerweile schon fast mit meinem Rücken verwachsen ist, weil er genügend Platz für U-Bahn-Lesestoff und allen anderen Krimskrams bietet, den ich nicht missen möchte. Hier habe ich ein bisschen geschummelt: Der Patch auf dem Rucksack ist (höchstwahrscheinlich) aus Leder.

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Ist eine komplett vegane Garderobe die perfekte Lösung für mich? Mhh. Ich bin kein großer Fan von Kunstleder – das werde ich wohl auch nicht mehr. Bei vielen Leder-Lookalikes habe ich das Gefühl mich entweder für Tierliebe oder Umweltfreundlichkeit entscheiden zu müssen. Mit herkömmlichem Leder entscheidet man sich übrigens für keine der beiden Varianten: Beim Gerben wird Chrom verwendet und Massen an Wasser verbraucht. Pflanzliche Gerbprozesse sind da ein kleiner Lichtblick. Die schönste Alternative scheint mir derzeit allerdings Kork zu sein, hier gibt es immer mehr tolle Produkte auf dem Markt, wie zum Beispiel von Jentil, Ahimsa oder Henties (wie gestern von Anna gezeigt wurde).

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Na, seid ihr schon auf die Looks der anderen gespannt? Ich auf jeden Fall! Morgen geht’s dann mit der bezaubernden Bina von StryleTZ weiter!

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