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Warum ich dieses Jahr keine Weihnachtsgeschenke will

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Hurra, die schönste Zeit des Jahres steht vor der Tür! Lebkuchen, Glühwein, Glitter, Schokoweihnachtsmänner, Christbaumkugeln – auch ich bin bekennende Weihnachtsliebhaberin. Trotzdem werde ich dieses Jahr etwas an meiner geliebten Feiertagszeremonie verändern: Ich will keine Geschenke.

Mir ist vor einiger Zeit etwas deutlich geworden: Es geht mir unglaublich gut. Ich bin verliebt, meine Familie ist wundervoll, ich habe eine schöne Wohnung und einen guten Job. Die Zeiten, in denen ich mir als Studentin am Ende des Monats nur noch Nudeln mit Tomatenmark leisten konnte, sind zum Glück auch vorbei. Es fehlt mir eben an nichts.

Wenn ich an vergangene Weihnachtsfeste zurückdenke, kann ich mich im Grunde genommen nur daran erinnern, wie meine Familie und ich gemeinsam essen, spazieren gehen oder Filme schauen. Spezielle Geschenke kommen in meiner Erinnerung gar nicht vor – weil sie in Wirklichkeit auch nicht so wichtig sind. Und doch sind wir jedes Jahr gefühlte 4 Wochen damit beschäftigt, uns krampfhaft Geschenke auszudenken, sie in überfüllten Läden zu kaufen und schließlich zu zweifeln, ob sie dem Beschenkten auch wirklich gefallen werden. Nachdem ich mir in den letzten 12 Monaten ziemlich viele Gedanken über unser (und vor allem mein) Kaufverhalten gemacht habe, kommt mir dieses Ritual besonders seltsam vor.

Meine persönliche Situation ist das eine. Was meine Entscheidung zur logischen Schlussfolgerung macht, ist aber etwas anderes: niemals zuvor ist mir so bewusst gewesen, dass es vielen Menschen sehr schlecht geht. Versteht mich nicht falsch, auch ich schaue ab und an die Nachrichten, aber das was da passiert, bleibt gefühlt oft nur auf dem Bildschirm hängen. Jetzt, da ich ständig traurige, abgekämpfte und sorgenvolle Gesichter auf meinem Weg durch Berlin sehe, ist alles viel näher. Mir ist gerade nicht danach, an Weihnachten 100 Pakete aufzureißen und Dinge auszupacken, die ich nur so halb brauche, während andere nicht mehr haben, als das, was sie gerade tragen.

Deshalb hätte ich – man ahnt es wahrscheinlich schon – doch gern ein Geschenk. Dann aber nicht für mich, sondern für die, die es wirklich brauchen können. Wer man mir zum Fest eine Freude machen will, spendet man am besten an eine der folgenden Organisationen:

  • Moabit hilft (Bürgerinitiative, die Flüchtlinge in allen Bereichen des Lebens unterstützt.)
  • Ärzte ohne Grenzen (Leistet in verschiedenen Krisen- und Kriegsgebieten Nothilfe.)
  • Kiron University (Ermöglicht Flüchtlingen mit und ohne dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung ein dreijähriges Studium, das aus Onlinekursen und einem Auslandsaufenthalt besteht.)
  • Die Arche (Engagiert sich durch verschiedene Angebote für Kinder aus sozial benachteiligten Familien.)
  • Berliner Obdachlosenhilfe (Hilft auf der Straße lebenden Menschen durch warme Mahlzeiten und Kleiderspenden.)

Merci <3

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