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In Sachen Sachsen: Kurz mal ins Elbsandsteingebirge

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PLACES. Während sich alle anderen am Strand vom Mallorca in ihrer Sandpanade wälzten, sind wir einfach mal kurz in die Berge verschwunden. Warum um Gottes Willen macht man sowas mitten im Sommer? Weil sich in diesem Fall schlechte Planung und noch schlechteres Wetter die Hand gereicht haben.

Aber fangen wir von vorn an: Einen Abend vorher fiel uns ein, dass wir irgendwie immer noch kein Reiseziel für unseren geplanten Kurztrip hatten – oder eine Unterkunft oder einen blassen Schimmer wie wir zum besagten Ort X kommen sollten. “Last-Minute” war auch nicht drin, denn frei war nirgendwo etwas – weder auf Malle noch an der Ostsee, wo man bei 19 Grad sowieso nicht so viel erleben kann. (Wann genau ist denn eigentlich “Last-Minute”? Wenn es nicht einen Abend vorher ist, wann dann?)

Am Tag der Abreise haben wir doch noch eine ziemlich spartanisch eingerichtete Pension in Pirna gefunden, die etwas frei hatte. Aus gutem Grund: Bei der Ankunft fiel uns gleich die auf den Fotos im Internet geschickt wegfotografierte Autobahnbrücke auf, die direkt neben dem Einfamilienhaus verlief. Das mitten in einem Gewerbegebiet stand. Und direkt an einen Schrottplatz grenzte. Zum Glück war trotz der acht Familien, die angeblich in dem Einfamilienhaus wohnten, keiner da, sodass wir uns klammheimlich wieder vom Acker machten und über das Buchungsportal ein rustikales aber sehr nettes Hotel im Nachbarort vermittelt bekamen.

Kein perfekter Einstieg, aber gut. Das sollte unserer Wanderlust nicht im Wege stehen und so taten wir genau das, was man im Elbsandsteingebirge halt so macht: Berge rauf und dann wieder runter laufen. Und das macht dort wirklich Spaß. (Die Pirnaer Altstadt mit ihren hübschen Häuschen ist übrigens auch einen Ausflug wert!) Was leider nicht so funktioniert hat, waren die örtlichen Restaurants (besonders, wenn man kein Fleisch isst). Von TK-Grillbaguette bis hin zu Aldi-Gouda landete alles auf unseren Tellern. Zurück in Berlin kamen mir im “House of Small Wonder” fast die Tränen, als es endlich wieder gutes Essen gab 😀

Alles in allem kann ich sagen, dass das Elbsandsteingebirge genau das ist, was es verspricht: Ein etwas eingestaubtes aber dennoch schrullig-charmantes Reiseziel mit wunderschöner Natur. Aber schmiert euch Brote! Und bringt vielleicht besser ein Zelt mit… 😉

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Nachschlag gefällig?

  • Haha, na das klingt ja nach nem Abenteuer. Gut, dass in der ersten Herberge niemand da war und ihr noch etwas anderes gefunden habt! Die Fotos sind aber wirklich schön und ich kann mir vorstellen, wenn man einfach mal seine Ruhe haben will, ist man dort ganz gut aufgehoben, wa!? 😉 Wir werden im Oktober ein wneig durch Deutschland touren mit nem Bulli und da wollt ich auch mal ins Elbsandsteingebirge (war da noch nie). Mal schauen, ob ich mir das jetzt nicht doch noch anders überlege, haha!

    Liebe Grüße
    Anna

    • Lisa_atleast

      Ja, ein Zwischenstopp lohnt sich auf jeden Fall 🙂