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The Curated Closet: Warum die Minimalismus-Bibel von Anuschka Rees ziemlich genial ist

Selten habe ich hier auf at/least wohl von etwas so häufig geschwärmt, wie von diesem Buch: The Curated Closet von Anuschka Rees. Nachdem ich immer mal wieder angedeutet habe, was ich bei der Lektüre gelernt habe, möchte ich heute einen ganzen Post darauf verwenden, euch Miss Rees‘ Werk en detail vorzustellen.

 

The Curated Closet: Darum geht’s im Buch

Warum hat es The Curated Closet mir eigentlich so angetan? Weil es um etwas geht, mit dem wir uns täglich beschäftigen und zu dem wir oftmals eine eher ambivalente Beziehung pflegen: Um unseren Kleiderschrank. Und um den Unterschied zwischen „So würde ich mich gern anziehen.“ und „Das trage ich jeden Tag.“

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Welten zwischen diesen Eindrücken liegen können und wie es ist, sich zu fühlen, als hätte man morgens ein fremdes Kostüm angezogen. Man ist schon fast ein wenig hilflos, wenn man sich täglich mit Kleidung beschäftigt und auf digitalen Streifzügen immer wieder tolle Sachen entdeckt, im eigenen Kleiderschrank dann aber doch alles irgendwie wahllos zusammengewürfelt aussieht.

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Keine Regeln, dafür aber Hilfe

Anuschka Rees‘ Ansatz, um den eigenen Stil zu finden, ist einfach und genial zugleich. Mit The Curated Closet stellt sie keine Regeln auf, sondern lässt eigene finden.

Wenn du dieses Buch gekauft hast, um eine Anleitung für deinen Kleiderschrank zu bekommen, muss ich dich enttäuschen. Auf keiner Seite werde ich dir sagen, was du anziehen sollst, welche Sachen in deinen Kleiderschrank gehören oder welches Oberteil du zu welcher Hose tragen sollst.

– Anuschka Rees, The Curated Closet

Und das macht Anuschka Rees dann auch: Mit charmanter Schreibweise und guten Tipps begleitet sie den Leser Schritt für Schritt auf dem Weg zum eigenen Stil. Sie bietet dabei keine „Cookie-Cutter“-Lösungen an, wie sie es nennt, sondern ermutigt, selbst herauszufinden, was gefällt.

 

Auf der Suche nach dem eigenen Stil

Was mir an The Curated Closet besonders gut gefallen hat, war aktiv mit eingebunden zu werden. Anuschka Rees verzichtet auf einseitige Ausführungen darüber, wie sie ihren Stil gefunden hat, sondern bietet dem Leser einfache Schritte an, um selbst aktiv zu werden.

Dazu gehören unter anderem eine Inspirationssuche in Magazinen und auf Pinterest (hier findet ihr übrigens mein Board ;)), die „Recherche“ in Läden und zuletzt das Erstellen einer deutlichen Einkaufsliste, um Impulskäufe zu vermeiden.

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Das habe ich durch The Curated Closet gelernt

Was hat mir die Lektüre der Stil-Bibel nun gebracht? Zu erst einmal hat sie den Nebel etwas gelichtet: Ich weiß jetzt genau, was ich eigentlich in meinem Kleiderschrank haben möchte – und was eben nicht. Auf eine riesige Ausmistaktion folgte zwar erstmal gähnende Leere, mir ist aber klar geworden, dass ich es wundervoll finde, weniger Auswahl zu haben.

Außerdem betont Anuschka Rees wie wichtig es ist, neue Kleidung nach dem Kauf nicht nur in den Schrank zu hängen, sondern sich mit ihr genauer zu beschäftigen: Kaum ein Teil lässt nur die eine Kombinationsmöglichkeit zu, in der wir es so gern tragen. Kreativität ist also gefragt, um alten (und neuen) Schätzen andere Seiten zu entlocken.

Ist die Shoppingliste erst einmal verfasst, wartet The Curated Closet unter anderem auch noch mit Tipps zum Thema Qualität und Passform auf, von denen selbst Kenner noch lernen können.

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Mein Fazit zu The Curated Closet von Anuschka Rees

Ihr merkt es schon: Das Buch würde ich wirklich jedem empfehlen! Zum Thema Nachhaltigkeit gehört eben nicht nur fair produzierte Mode zu kaufen, sondern sich auch genau zu überlegen, was man wirklich braucht und will. Bei all den tollen Marken im Bereich Fair Fashion mangelt es zum Glück schon lange nicht mehr an Auswahl; aber gerade weil die Preise etwas höher liegen, als bei konventioneller Mode, sollte man zwei Mal hinschauen, bevor etwas in den Warenkorb wandert 😉

 

The Curated Closet erschien bei Ten Speed Press. 

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