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#160 | Die Bluse, die mal ein Hemd war

OUTFIT. Diese Bluse? War in ihrem ersten Leben mal ein Herrenhemd. Als ich es in einem Second-Hand-Store auf der Stange fand, war ich auf der Suche nach Stoff für ein Nähprojekt, das ich auf Pinterest entdeckt hatte. Das kariere Riesenhemd schien mir genau die richtige Grundlage für eines meiner genialsten Kleidungsstücke zu sein.

Aber von vorn: Dass ich bei gewickelter Kleidung direkt Herzchen in den Augen bekomme, ist vielleicht mittlerweile bekannt. Die findige Idee für das Wickeltop wartete schon einige Monate, wenn nicht sogar Jahre auf einem meiner Pinterest-Boards und löste bei jedem Sehen den Gedanken aus, dass sie unbedingt ausprobiert werden musste. Ein gewöhnliches Stück Stoff kam aber nicht in Frage, ich wollte mich mal wieder im Upcycling probieren. Übergroße Hemden üben für solche DIY-Projekte immer eine besondere Anziehungskraft auf mich aus – vielleicht erinnert ihr euch ja noch an mein selbstgenähtes Sitzkissen? Und so fand ich den perfekten Partner in Crime im Humana nebenan.

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Gebrauchter Stoff, alte Idee – eine neue Bluse

Daraus sollte nun eine Upcycling-Bluse entstehen, deren Idee so simpel wie genial ist: Ein zusammenhängendes Rechteck aus Stoff, dessen Loch in der Mitte als Ausschnitt dient und das mittels Wickeltechnik zu einer ziemlich coolen Bluse wird. Die Original-Idee dafür stammt bereits aus den 50ern und wurde von Bloggerin Amy vor rund zwei Jahren wieder ausgegraben. Meine Einschätzung, dass das Hemd sicher massig Stoff bieten würde, war übrigens ziemlich falsch. Ich musste ein paar Tricks anwenden und den einen oder anderen Teil des Schnittmusters noch einmal zerschneiden, um am Ende auf genug Stoff zu kommen. Nachdem ich das Schnittmuster fertiggestellt und die Stoffgrößenproblemchen überwunden hatte, war das ursprüngliche Hemd einmal umgedreht: Die Knopfleiste sollte den Rücken meiner neuen Bluse zieren und der Rückteil zum Vorderteil mit Schleife werden. Aus den Ärmeln fertigte ich das Taillenband, das am Rückteil festgenäht wurde. Et voilà:

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Dass ich ganz schön stolz auf meine neue Bluse bin, brauche ich wohl nicht zu erwähnen 😉 Bei einem Kostenaufwand von schlappen 5 Euro fürs Hemd und weiteren 2 Euro für Nähgarn gibt’s wirklich nichts zu monieren und nach ein paar Stunden Arbeit hat man ein neues (nachhaltiges!) Kleidungsstück. Das Schwierige an der Sache war übrigens gar nicht das Nähen selbst, sondern die Erstellung des Schnittmusters und der Zuschnitt des Stoffes.

Zuerst getragen wurde die neue Upcycling-Bluse dann mit meiner geliebten mehr-als-destroyed-Jeans, den eisblauen Espadrilles und meiner Matt&Nat-Tasche. Wie man die Bluse nun genau anzieht, seht ihr unten.

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(Nicht) schief gewickelt

Falls ihr bis jetzt noch keine gute Vorstellung davon habt, warum ich diese Bluse so genial finde, gibt’s hier nochmal die kleine Aufklärung mit Bildern:

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Seid ihr auch so begeistert wie ich? Ich hoffe, ihr habt auch Lust bekommen, euch im Upcycling zu probieren 😉

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