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Back for good – zurück aus der Blogpause

So. Ich bin dann fertig – zumindest einigermaßen. Die Blogpause dauerte doch länger als gedacht und ich würde sogar behaupten, es war der längste Zeitraum, in dem ich seit at leasts Beginnen vor fast genau fünf Jahren nichts gepostet habe. Ich habe keine Ausrede und will mir auch eigentlich keine ausdenken, denn was hier auf dem Blog passiert, mache ich, weil ich Spaß daran habe. Viel zu selten kann man es sich als Erwachsener ja leisten, rein gar nichts zu tun, wenn einem nicht danach ist. Genauso wie at least mein kreatives Ventil ist, wenn mir was Tolles einfällt und ich es mit aller Welt teilen möchte, behalte ich mir vor, still zu bleiben, wenn ich will.

Ganz un-blogger-like habe ich in der freien Zeit also weder tolle Projekte vorbereitet, noch große Pläne für at least geschmiedet. Tatsächlich habe ich nichts gemacht (na gut – da waren schon ein paar Sachen, siehe unten) und wenn dann nur das, worauf ich Lust hatte. Eines Nachmittags ergriff mich beispielsweise der tiefe Wunsch, mich in Aquarellmalerei zu probieren und so saß ich einige Stunden auf dem Balkon und probierte, den Himmel mit meinen Pinseln nachzuahmen. Es ist sogar was dabei rausgekommen, auch wenn die drei Stunden Tuschen natürlich keine große Künstlerin aus mir gemacht haben.

Was ich auf einem etwas verworrenen Weg versuche zu sagen, ist, dass ich mir mal wieder Zeit genommen habe für mich. Und das war eine ziemlich gute Entscheidung. Mein Alltag ist, so wie eurer vermutlich auch, voll mit To-Do-Listen und „You have as many hours in a day as Beyoncé!“-Memes, sodass ich am Ende nur noch mit roten Augen auf dem leeren Bildschirm starre und denke, dass alle anderen vermutlich viel mehr geschafft haben als ich; in der gleichen Zeit drei Firmen gegründet, zur Frau des Jahres gewählt worden und nebenbei lachend fünf Kinder großgezogen haben. Ehe man sich versieht, steckt man selbst in der Perfektionsfalle und vergisst zwischen dem, was man selbst will und dem, was alle anderen für richtig halten, zu unterscheiden.

Während meines Urlaubs fand ich zum Glück die Lässigkeit zu erkennen, dass niemand außer mir bestimmen kann, wie viel Schlaf ich brauche, wie viele Stunden am Tag ich konzentriert arbeiten kann oder wie viele Blogposts ich pro Woche veröffentlichen sollte. Auch nicht Beyoncé. Warum sollte ich mich da also vergleichen?

So viel zum Thema Erleuchtung. Um euch mal kurz auf den neuesten Stand zu bringen, kommen hier meine Highlights der letzten fünf Wochen:

 

Neue Heimat

Wir sind umgezogen! Langsam lichtet sich das Chaos und ich bin immer noch schwer verliebt in unsere neue Wohnung. Von 54m² haben wir uns auf 45m² verkleinert und sind mit der Entscheidung ziemlich glücklich. Zu den kleineren Zimmern gehört nämlich endlich (!!!) auch ein Balkon. Weil der Esstisch noch nicht fertig ist, wird bis jetzt so ziemlich jede Mahlzeit draußen eingenommen – mich stört’s auf jeden Fall nicht, denn das ist bei akutem Sommermangel ein willkommener Ausgleich.

Ein Beitrag geteilt von LISA (@atleastblog) am

Mini-Urlaub im Wohnwagen

Ich und Campen? Nie im Leben. Tatsächlich war der Ausflug in den DDR-Wohnwagen aber einer der besten Urlaube überhaupt: Dank fehlender Sightseeing-Möglichkeiten (wenn man die Paddeltour und den Marsch ins Dorf jetzt mal nicht mitzählt) wurde gelesen und gefaulenzt, was das Zeug hält. Gratis dazu gab’s die Erkenntnis, dass es keinen fancy Urlaub im Fünf-Sterne-Hotel braucht, denn der echte Luxus ist es, nichts zu tun zu haben. Ich habe mir vorgenommen, öfter mal in der Umgebung Urlaub zu machen – das ist nicht nur günstiger (die Zugfahrt hat gerade mal schlappe 10 Euro gekostet), sondern verringert auch den eigenen CO2-Fußabdruck um einiges. Zum Vergleich: Mit dem Flugzeug werden auf der Strecke Hamburg-München 310 kg CO2 pro Person ausgestoßen, mit dem ICE sind es gerade mal 57 kg CO2. Das ist sicher für die meisten von euch keine revolutionäre Erkenntnis, trotzdem fällt mir nachhaltiges Reisen bisher noch ziemlich schwer. Ich gelobe auf jeden Fall Besserung!

 

Die innere Handwerkerin lässt grüßen

Vielleicht haben einige von euch in meiner Instastory gesehen, dass ich über ein Thema sinniert habe, das durch den Umzug wieder sehr präsent war: Männer bauen, Frauen kochen – um das jetzt mal ganz platt auszudrücken. Auch bei meinem Freund und mir ist die Aufteilung ähnlich. Während ich für die schönen Dinge verantwortlich bin, hämmert, baut und nagelt er. Mit der neuen Sitzbank für den Balkon wollte ich dann doch nicht mehr warten als er für ein paar Tage weg war und habe das Projekt schließlich selbst geplant, alles im Baumarkt gekauft und zusammengeschraubt. Und siehe da: Es geht, man muss sich nur mal was zutrauen! (Eine ordentliche Unterkonstruktion ist dann beim nächsten Mal dran ;))

 

Coding Girl

Da wir gerade über Stereotypen reden: Vor einigen Monaten habe ich angefangen, mich mit dem Programmieren zu beschäftigen und finde dieses Feld, das bisher doch eher von Männern dominiert wird, ziemlich interessant. Es ist anders als alles, was ich in den letzten Jahren gemacht habe und reizt mich gerade deshalb. Im Mai habe ich einen zehnwöchigen Kurs in Frontend-Development begonnen und Mitte Juli abgeschlossen. Dass ich bin ziemlich stolz bin, muss ich wohl nicht erwähnen 😉

 

In den nächsten Tagen wird es hier wie gewohnt weitergehen. Bis dahin – genießt den Restsommer 🙂

 

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Nachschlag gefällig?

  • Welcome back 🙂
    Und Bloggen sollte Spaß machen…und wenn man mal keine Lust hat, dann bloggt man eben nicht. Grüße von der, die mal eben 3 Monate nicht gebloggt hat 😉

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