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5 Dinge, die passieren, wenn man auf Fast Fashion verzichtet

Knapp anderthalb Jahre ist mein Umstieg auf Fair Fashion nun her und es hat sich mehr verändert, als ich zu Beginn gedacht hätte – im positiven Sinne. Ich habe nicht nur das Gefühl, immer bessere Kaufentscheidungen zu treffen, sondern auch kreativer zu sein, mit dem was ich habe. Missen möchte ich diese Erfahrung auf keinen Fall und würde es mit Sicherheit immer wieder tun. Für alle, die noch am Anfang stehen oder sich nicht so recht trauen, habe ich mir einige Gedanken dazu gemacht, was passiert, wenn man sich ganz plötzlich von Fast Fashion verabschiedet

1 | Du stellst fest, dass du zu viel Geld für (die falsche) Kleidung ausgibst

Wer auf faire Mode umsteigt, kommt nicht drumherum, sich mit dem eigenen Kaufverhalten grundlegend auseinander zu setzen. Wenn du dann deine Einkäufe aus dem letzten Jahr genauer unter die Lupe nimmst, stellst du wahrscheinlich fest, wie wenig davon eigentlich regelmäßig angezogen wird und wie viel schon wieder aussortiert wurde oder unbeachtet im Schrank liegt. Wenn man das alles zusammenrechnet, kommt man schnell dahinter, dass man eigentlich viel zu viel Geld für schlechte Qualität und kurzlebige Trends ausgibt.

 

2 | Du findest die Preise in den H&M- und Zara-Schaufenstern plötzlich viel zu billig

Während dir früher bei jeder Sale-Ankündigung direkt Freudentränen in die Augen geschossen sind, findest du jetzt die „Normalpreise“ bei H&M schon auf einem bedenklichen Niveau. Dass dir eine komplette Jeans für 9,95€ früher nicht komisch vorkam, ist dir mittlerweile ein Rätsel.

 

3 | Mode ist schön, andere Dinge aber auch

Weil du deinen Samstag nicht mehr im Shopping Center vertrödelst, hast du viel mehr Zeit (und Geld) für andere schöne Dinge wie leckeres Essen, kleine Reisen oder DIY-Projekte. Das ist gut so und motiviert in der ersten Zeit ungemein.

 

4 | Du findest deinen eigenen Stil

Mal ehrlich – dieses pinke Glitzer-Paillettentop braucht man doch irgendwie nie und jetzt, da du mit anderen Augen einkaufst als früher, sind solche Käufe Geschichte. Du setzt auf Sachen, die wirklich deinem Stil entsprechen und immer wieder gern aus dem Schrank geholt werden – so hast du länger Freude an deiner Kleidung.

 

5 | Faire Mode ist erst der Anfang

Du kaufst nur noch ethisch korrekt produzierte Mode? Herzlichen Glückwunsch, du befindest dich am Anfang eines Weges, der dich unweigerlich an anderen Themen wie Umweltschutz, Tierschutz und Politik vorbeiführen wird. Jetzt bloß nicht eingeschüchtert sein, keiner verlangt auf alle Fragen dieser Welt eine Antwort (auch wenn es oft so aussieht), wenn sich aber keiner mit ihnen beschäftigt, wird sich auch nichts verändern. Vielleicht hast du ja irgendwann eine gute Idee? 😉

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Nachschlag gefällig?

  • Oh man, total wahr! Bei mir war’s genauso.
    Meine Fair-Fashion-Umstellung ist jetzt fast 3 Jahre her und ich erschrecke mich tatsächlich immer, wenn ich an so Billig-Preisschildern vorbeilaufe. Wobei ich mich vor ein paar Jahren noch super gefreut hätte.. Ich frag mich auch immer, wie ich so wenig nachdenken bzw nicht handeln konnte – aber es gibt mittlerweile auch viel mehr tolle Alternativen zur Fast Fashion, die es einem ja zum Glück einfach machen, komplett auf den ganzen Mist zu verzichten 🙂

    • WORD! Weiß auch nicht, was da damals mit mir los war 😀 Bei der heutigen Auswahl gibt’s auch wirklich keine Ausrede mehr…

  • Katharina

    Liebe Lisa, ich bewundere deine Konsequenz so sehr! Und es stimmt, man trägt sehr wenige Dinge wirklich. Das merke ich bei mir auch. Meine Garderobe ist wirklich winzig. Und dennoch greife ich bevorzugt zu immer wieder demselben Paar Jeans und derselben Bluse. Niemand – außer den Konzernen – braucht so viele Kollektionen im Jahr!
    Katharina ktinka.com

    • Ich verstehe ehrlich gesagt gar nicht, warum Kleidung nicht einfach mehr kostet, Näher, Färber und alle anderen, die an der Fertigung eines Kleidungsstückes beteiligt sind, mehr Lohn bekommen, dafür alles besser verarbeitet wird und einfach alle weniger kaufen. Das würde Ressourcen sparen, Nerven und Zeit. Die Unternehmen würden dann theoretisch das selbe Geld einnehmen – es würden nur weniger Kleidungsstücke im Umlauf sein. Ich habe nicht BWL studiert, aber ist das wirklich so abwegig?

  • Schöne Zusammenfassung liebe Lisa! Und yes, yes, yes! Ich kann dem nur beipflichten, vor allem Punkt 2 absolut!
    Ganz liebe Grüße
    Corinna

    http://www.kissenundkarma.de

    • Freut mich, dass dich die Zusammenfassung anspricht 😉

      Ich bin vor einiger Zeit mal den Ku’damm entlanggelaufen und hatte echte Magenschmerzen beim Anblick der Schaufenster. Mir wird mittlerweile ganz schlecht, wenn ich mir vorstelle, dass das meiste davon praktisch nie angezogen werden wird und irgendwann auf dem Müll landet…

  • franzi.puenktchen

    ahahahahaha DITO! Geht mir genau so! Bei mir kommt noch dazu dass ich Textiltechnologie studier und die Plastiklamotten bei H&M & CO nur noch angewiedert anschau 😀
    Liebe Grüße
    Franzi

    unpetitsourireslowsdown.blogspot.com

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